August, Zementhonig

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Ich hab meinen Augen nicht getraut. Die Honigzargen prall gefüllt und alles verdeckelt. Das versprach nochmals reiche Ernte. Beim entdeckeln der Waben war es schon seltsam wie fest der Honig war und auch mit der Fingerprobe konnte ich fast nichts vom Honig wegnehmen…… es fühlte sich… grieselig an. An Schleudern war nicht zu denken denn er Honig war einfach fest!

Im Internet fand ich dann des Rätsels Lösung Melezitose. Ja suuuuper. Der Honig muss raus da die Bienen mit ihm als Nahrung den Winter oder besser gesagt das Frühjahr nicht überstehen können. Einige Imker im Netz schreiben das der Aufwand zu groß ist den doch recht besonderen und kostbaren Honig zu gewinnen aber ich bin auch auf eine Seite gestoßen in der ein Imker ein machbares Verfahren zeigt wie wenigstens die Hälfte gewonnen werden kann. Die andere Hälfte verbrauchen die Bienen selber beim umarbeiten.

Die Waben oben auf die Bienenzargen aufsetzten aber getrennt durch eine lichtundurchlässige Folie die ein klein wenig eingeschlagen wird und als oberster Deckel eine Plexiglasscheibe. Die Bienen mögen nicht wenn ihr Futter im Hellen liegt und beginnen so den festen Honig wieder umzuarbeiten und einen Stock drunter in die Waben zu verstauen. Das ganze dauerte etwa 10 Tage und tatsächlich wurden aus 62 kg Zementhonig fast 30 kg super leckerer Waldhonig. Ich hoffe das passiert nicht mehr so schnell wieder!

Juli, Hitze ohne Ende

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Es ist diese Jahr schon extrem trocken und heiß, jede Wasserquelle wird als Bienentränke genutzt und die Bienen fliegen unermüdlich in Richtung Wald. Beim Abschleudern sind ca. 30 kg dunkler, würzig schmeckender Waldhonig aus der Schleuder gelaufen und ich freue mich schon auf das Abfüllen. Die leeren Waben sind wieder auf den Bienenstock aufgesetzt und ich bin gespannt was noch alles eingetragen wird.

Eigentlich ist ja mit der Sommersonnenwende um den 21. Juni der Höhepunkt der Völkerentwicklung erreicht und langsam beginnt die Königin und der Imker mit der Vorbereitung für die Überwinterung. Die Brutmenge wird langsam reduziert und die Männer (Drohnen) werden aus dem Stock getrieben, das sie nur unnützer Balast sind. Im Frühjahr kann die Königin ja wieder neue produzieren. Harte Welt!

Das Beitragsbild zeigt einen Leerrahmen, d.h. es wurde keine Mittelwand eingelötet und sofort beginnen die Bienen damit eine Wabe zu bauen deren einzelnen Zellen größer und somit passend für die Drohnenaufzucht ist.

Juni, der Sommer ist da!

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Sehr hohe Temperaturen und relativ wenig Regen gab es diesen Monat. Die Bienen fliegen.. zur Hälfte Richtung Wald und die andere Hälfte in Richtung Südhang wo in den ehemaligen Weinbergen, die heute Streuobst Wiesen sind, immer noch reichlich Brombeeren und Wildkräuter blühen. Bei der Durchsicht der Bienenvölker sind die Waben reichlich mit Honig gefüllt aber nur zu einem kleinen Teil verdeckelt. Noch zu früh um zu schleuder.

Auch die Varroakontrollen verlaufen super. Ich hab in keinem Volk, auch nach 3 Tagen eingelegter Windel auch nur eine Varroa gefunden. Dieses konsequente Behandeln nach der Pia Aumeier Methode scheint die richtige Entscheidung zu sein.

der Mai ist vorbei

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Der erste Honig, Mai-Honig 2018 ist geschleudert. 34 kg haben die Damen davon hergestellt….. Respekt.

Eine Dronenwabe haben sie als Honigwabe umfunktioniert, da gab`s dann halt Schnitthonig. Lecker!!

Es war erstaunlich wie schnell dieses Jahr die Obstblüte vorbei war. Klar, bei Temperaturen wie im Hochsommer geht das ganze im Eilschritt vorbei. Einige haben mich angesprochen das keine Bienen in den Kirschblüten zu sehen waren. Tja, wenn es so trocken ist bilden die Bäume keinen Nektar und sind für die Bienendamen daher uninteressant. Gut das es hier im Wieslauftal, im besonderen in Klaffenbach auch reichlich Wildkräuter und vor allem auch Wald gibt. Da ist eigentlich immer für Nahrung gesorgt.

der April kommt und mit ihm die Wärme.

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Unglaublich… wie mit einem Schalter angeknipst geht die Wärme los. Der Frühling startet an allen Ecken gleichzeitig. Eigentlich viel zu schnell jetzt für die Bienen, die noch gar nicht so weit sind. Die Honig-Zargen sind aufgesetzt da beim Nachbarn die Süßkirschen in voller Blüte sind. Auch die ersten Apfel und Birnenbäume beginnen mit der Blüte……

das war ein Februar

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schon etwas überraschend nach dem lauen, nassen Januar hat der Februar gezeigt das es doch noch Winter gibt. Haben im Januar Schneeglöckchen geblüht, Krokus, Tulpen und Narzissen ausgetrieben hat der Februar alles zum Stillstand gebracht. Durchgängige Frosttemperaturen tags.- wie nachtsüber haben die Bienen in ihren Behausungen eingeschlossen. Ich denke mal das es grundsätzlich kein Problem ist. Futter ist reichlich vorhanden und in der Januar Durchsicht waren ja auch die Wabengänge mit erfreulich vielen Bienen besetzt. Besser so als wie letztes Jahr als alles schon blühte und dann der Frost das ganze zunichte machte. Aber das war im Mai 2017 !!!

Da bleibt nur …. abwarten.

Ach ja, Freddy geht auch nicht raus und probiert dafür seinen alten Schlafplatz aus.

wie die Zeit vergeht.

im Vergleich… März 2017

14 Grad … Ende Januar

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Bei herrlichem Sonnenschein und 14 Grad Außen-Temperatur war heute schon richtig was los am Bienenstand. Ich hab mir es nicht verkneifen können und habe kurz in die Beuten geschaut. Sowohl bei den zwei  Tracht-. und auch bei beiden Ableger Völkern sind die Wabengänge prächtig mit Bienen gefüllt. Es ist reichlich Futter vorhanden und Schwitzwasser an den Abdeckfolien deuten bereits auf Brut in den Stöcken hin. Um den schönen Tag zu nutzen sind jetzt alle Rähmchen mit Mittelwänden versehen und meine Wachsreste zu einen ansehnlichen Block eingeschmolzen. Leider schaffe ich es wohl nie soviel Wachs zu gewinnen das es sich lohnt aus Eigenwachs Mittelwände herstellen zu lassen… mindestens 10 kg sind dazu nötig und bei 4 Völkern dauert es wohl viele Jahre. Schade, aber dann werde ich halt versuchen Kerzen für nächste Weihnacht herzustellen.

Bienenwachs

Lithiumchlorid

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Das Jahr hat gerade erst begonnen und in den Bienenwohnungen herrscht noch Ruhe. Gespannt erwarte ich den Frühling und den Zustand der Völker. Haben wieder alle überlebt, hat es mit der Oxalsäure Behandlung geklappt, hab ich nicht zuviel und nicht zu wenig zugefüttert? Fragen, Fragen, Fragen. Da heißt es jetzt abwarten und Mittelwände vorbereiten. Eine hoffnungsvolle Nachricht geistert im Internet herum …..  Lithiumchlorid …… wenn alles so wird wie es den vorsichtigen Äußerungen zu entnehmen ist besteht die Möglichkeit ein wirklich vielversprechendes Mittel im Kampf gegen die Varroa Milbe in die Hand zu bekommen. Da nicht der 1. April ist gehe ich mal von dem besten aus. Ich bin sehr gespannt wie sich die Forschung entwickelt und sage jetzt schon mal herzlichen Glückwunsch nach Hohenheim.

Hier ist der Artikel im Scientific Report:

Lithium chloride effectively kills the honey bee parasite Varroa destructor by a systemic mode of action

Oxalsäure Behandlung

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Bei der Nachschau im September nach der 2. Ameisensäure Behandlung hatte ich das Gefühl das relativ wenig Bienen in ihren Behausungen waren. Der Milbenbefall war nach dem Auszählen auf einem erfreulich niedrigen Stand und ich schloss die 2 Tacht-. und 4 Ablegervölker mit gemischten Gefühlen. Diesmal hab ich bewusst die Völker in Ruhe gelassen und nur die Beuten von außen regelmäßig auf Schäden überprüft.

Am 16. Dezember war es dann soweit. Etwa 21 Tage nach den ersten drei Frostnächten im November stand die letzte, die Oxalsäure Behandlung auf dem Plan. Ich war eigentlich schon darauf eingestellt, das in dem einen oder anderen Bienenstock gähnende Leere herrscht… aber weit gefehlt… beide Trachtvölker und auch die 4 Ablegevölker waren über mehrere Wabengassen mit Bienen gefüllt. Trotz einer Temperatur  von 1 Grad sind sie langsam nach oben gekrabbelt wohl um zu schauen was da jetzt auf sie zu kommt. Ohne Rauch habe ich bei den Trachtvölkern 50 ml handwarme Oxalsäure geträufelt, bei den Ablegern waren es 30 ml.  Ein auszählen der gefallenen Milben schenk ich mir, da die Behandlung ja nicht mehr wiederholt werden kann.

Auch jetzt hab ich mir vorgenommen die Bienen in Ruhe zu lassen bis der Frühling langsam Einzug hält. Letztes Jahr in meinem ersten Bienenwinter war ich schon sehr neugierig und hab schon jede Woche mal in die Beute gelinst. Es ist zwar alles gut gegangen aber die Bienen haben ja auch ein Recht auf Ruhe.